„Von modernen Krisen zu chronischen Krisen: Überlegungen zur Wandlung einer Erzählform im Zeitalter der Hyperkrisen“

31. Mai 2022

Wissenschaftsgespräche

Zeitraum
31.05.2022, 16:00 Uhr

Ort
FernUniversität in Hagen, Gebäude 3, Universitätsstr. 11, H 004, EG

Online via ZOOM

Veranstalter/-in
Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften

Referent/-in
Prof. Dr. Anne Fuchs
University College Dublin

Am Dienstag, 31. Mai, findet an der FernUniversität in Hagen ein neuer Teil der wissenschaftsgespräche der Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften statt. Prof. Dr. Anne Fuchs (University College Dublin) hält einen Vortrag mit dem Titel: „Von modernen Krisen zu chronischen Krisen: Überlegungen zur Wandlung einer Erzählform im Zeitalter der Hyperkrisen“. Die Veranstaltung wird hybrid angeboten – Interessierte können sowohl online als auch vor Ort mitmachen. Die Teilnahme ist kostenlos.

Zum ZOOM-Meeting

(Meeting-ID: 692 3885 6802 / Kenncode: 23807200)


 

Eurokrise, Klimakrise, Flüchtlingskrise, Demokratie-Krise, Corona-Krise, Kriegskrise, Ernährungskrise, Energieversorgungskrise, Sicherheitskrise – dass wir in einem Zeitalter der sich überschlagenden Krisen leben, liegt auf der Hand. Krisendiskurs und Krisenpolitik erheischen die öffentliche Aufmerksamkeit in einem Maße, dass sich Krisenmüdigkeit einstellt. Vor dem Hintergrund des anhaltenden Krisen- und Alarmdiskurses im 21. Jahrhundert zeichnet mein Vortrag die Karriere des Krisenbegriffs seit der Französischen Revolution nach. Im Kontext einer sich beschleunigenden Zeiterfahrung fungiert die Krise als Epistem der Verzeitlichung und als Signatur historischer Transformationsprozesse. In einem zweiten Schritt geht es um die Erzählschemata der großen modernen Krisenerzählung und des sich darin artikulierenden kollektiv Imaginären, um schließlich nach spezifisch literarischen Bearbeitungsmodi von Krisen in der zeitgenössischen Literatur zu fragen.

Prof. Dr. Anne Fuchs
Benedikt Reuse | 29.04.2022